Mit der neunten und vorletzten Abfüllung der CRAZY COOS RELOADED-Reihe präsentiert Whisky-spürnase Tilo Schnabel, besser bekannt als THE CASKHOUND, einen 15-jährigen GLENBURGIE mit 15-monatigem Finish im First Fill Moscatel Sherry Cask. Ein Speyside-Dram, der die kalte Jahreszeit nicht nur begleitet, sondern veredelt: warm, entspannt und mit jenem fruchtig-frechen Augenzwinkern, das graue Winterabende auf Anhieb ein bisschen heller macht!
Der GLENBURGIE reifte zunächst über viele Jahre in einem klassischen Ex-Bourbon-Fass, bevor er für weitere 15 Monate in ein First Fill Moscatel Sherry Cask umgefüllt wurde. Dieses besondere Finish unterstreicht nicht nur den fruchtbetonten und cremigen Hausstil der Brennerei, sondern gibt dem Single Malt auch einen zusätzlichen Kick, gepaart mit eleganter Tiefe: warme Trauben- und Pfirsichnoten, zarte Honigsüße und ein sanfter, dessertweinartiger Anklang verbinden sich harmonisch mit der weichen, malzigen Speyside-Basis.
„Der klassische GLENBURGIE-Charakter bleibt wunderbar präsent – das Moscatel-Finish setzt jedoch einen aufregenden Akzent, der den Whisky runder, intensiver und deutlich vielschichtiger macht,“ erklärt Tilo Schnabel. „Die 56,2 % Vol. tragen dabei das Ganze hervorragend, geben dem Dram Struktur und Tiefe, ohne zu dominieren. Dies und die Balance zwischen Destillerie-Profil und Fass-Einfluss machen für mich eine gute Einzelfassabfüllung aus.“
Natürlich darf auch bei dieser Edition die Handschrift der Illustratorin Lana Mathieson nicht fehlen. Ihre charmant-ironischen Motive sind das Markenzeichen der Reihe und verleihen jeder CRAZY COOS RELOADED-Abfüllung einen weiteren unverwechselbaren Charakter …
Aroma: Sehr einladend und richtig fruchtig. Da kommen gleich Pfirsich, Aprikose und helle Trauben rüber, als hätte man eine Schale reifer Früchte vor sich stehen. Dazu schmiegt sich eine cremige Süße – Vanille, etwas Crème brûlée, ein bisschen Honig. Im Hintergrund ein weicher, leicht malziger Glenburgie-Ton, florale Noten und ein Hauch Orangenblüte.
Geschmack: Der Antritt ist schön cremig, fast schon samtig. Erst kommt die Frucht – Pfirsich, helle Rosinen, ein Touch Traubensaft. Dann macht das Moscatel-Finish sich bemerkbar: diese weinige, üppig süße Note, die ein bisschen an Dessertwein erinnert. Dazu Trockenfrüchte, Karamell, Butterscotch und ein kleiner Schubs Gewürze – Zimt, etwas Muskat – die für Wärme sorgen. Insgesamt sehr rund und angenehm vollmundig.
Finish: Mittellang, wärmend und süß. Karamellisierte Nüsse tauchen auf, leichte Traubenschalen-Bitterkeit, ein bisschen Eiche, alles sehr smooth. Der fruchtige Charakter bleibt, am Ende zeigen sich leicht trockene Gewürze.
Marke
Aultmore
Die Aultmore Brennerei wurde 1896 von Alexander Edwards gegründet, der zeitgleich das legendäre Craigellachie Hotel in Craigellachie leitete. Edwards war kein Neuling im Bereich Whisky-Produktion. Er hatte zuvor bereits die Benrinnes Brennerei von seinem Vater übernommen und die Craigellachie Distillery gegründet. Auch die heute geschlossene Dallas Dhu Distillery geht auf sein Konto. Zeitweise gehörten ihm auch die Oban Brennerei an der Westküste. 1923 wurde Aultmore an John Dewar & Sons verkauft, welche bereits 1925 durch DCL übernommen wurden. DCL erweiterte die Brennerei von zwei auf vier Brennblasen. Über einige – Umstrukturierungsaktionen geschuldete - Zwischenstationen gelangte Aultmore in den Besitz von Diageo, musste dann allerdings aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden. In den 1970er Jahren wurde die Brennerei komplett neu aufgebaut, von den alten Gebäuden ist nichts übrig. Heute gehört Aultmore daher zu Barcardi.
Aultmore ist ein verstecktes Juwel. Die Brennerei Aultmore liegt im Herzen der Speyside an der Straße von Fischereihafen Buckie nach Keith, wo auch die Brennereien Strathisla, Strathmill und Glen Keith beheimatet sind. In den 70ern komplett überarbeitet, wirkt Aultmore sehr unscheinbar. Doch der Schein trügt. Aultmore ist einer dieser Single Malts, die auf Grund ihrer hohen Nachfrage für Blends lange Zeit unter dem Radar der meisten Whiskyfans flog. Wie hoch Aultmore bei Whiskyblendern im Kurs stand, zeigt die Übernahme der Brennerei durch Barcardi von seinem vorherigen Besitzer Diageo. Es heißt Bacardi hätte beim Kauf der Marke Dewars mit dem Platzen des Deals gedroht, wäre Aultmore nicht mit eingeschlossen gewesen. Heute gibt es einige Single Malt Abfüllungen von Aultmore, jedoch finden sich auch immer wieder echte Perlen bei unabhängigen Abfüllern. Da die Brennerei kaum Werbung für ihren Whisky macht, wird er leider oft übersehen. Aultmore besitzt kein Besucherzentrum und ist Besuchern nicht zugänglich. Vielleicht ist auch dies ein Grund, weshalb die Destille oft übersehen wird.
Wie schmeckt Aultmore Single Malt? Der Grundcharakter von Aultmore ist sehr frisch und trocken. Der Hausstil ist von Kräutern und Gewürzen geprägt. Der Aultmore zeigt klare Eichenaromen - typisch für Whiskys aus der Nähe des Flusses Isla (nicht zu verwechseln mit der Insel Islay!).
Die 12-jährige Standardabfüllung der Brennerei hat außerdem einen Hang zu floral/ blumigen Aromen.
Wie wird Aultmore Whisky produziert? Aultmore ist ein fleißiges Bienchen. Die unauffällige Speyside Brennerei produziert 7 Tage in der Woche. Sie schafft mit ihren 4 Brennblasen so knapp 3 Millionen Liter Rohbrand jährlich. Die Brennerei besitzt weiterhin einen Edelstahl Maischbottich und sechs Lärchenholz Gärbottiche. Das für die Whisky-Produktion benötigte Malz wird bei United Distillers Maltings in Glenesk, Burghead und Roseisle eingekauft. Es wird allerdings nur ein kleiner Teil der Malt-Produktion in Aultmore auch als Single Malt abgefüllt. Der weitaus größte Teil wandert in den Dewar’s Blend. Das Wasser für den Aultmore stammt aus dem Auchinderran Burn.
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